So, es ist der 1. Februar, höchste Zeit für den ersten Post des Jahres. Mich gibt es noch, ich bin lebendiger denn je, wer auf Facebook mit mir vernetzt ist weiß das, für die anderen will ich mich hier auch mal wieder melden. Und den Jahresrückblick 2011 bin ich auch noch schuldig.
2011 war in vielerlei Hinsicht ein denkwürdiges Jahr für mich, es gab vielschichtige Veränderungen im Innen wie im Außen. Dabei fing es eigentlich gar nicht so gut an: die ersten drei Monate ging es mir gesundheitlich nicht besonders und auch die Dinge im Außen waren nicht dazu angetan, meinen Vorsatz mit dem Glücklichsein für 2011 zu unterstützen: eine liebe Freundin lag im Koma und starb fast, gottseidank hat sie sich inzwischen wieder so gut erholt, dass sie fast die Alte ist, die Ereignisse in Japan nahmen mich mehr mit, als gut war und auch sonst - kein Glück in Sicht. Im März war ich als Ausstellerin auf der CREATIVA in Dortmund, das war ein schönes, aber in meinem damaligen Zustand sehr anstrengendes Ereignis, aber es war schon der Beginn der besonderen Erfahrungen dieses besonderen Jahres. In den Osterferien waren wir dann in Venedig - schön wars schon, im Außen, aber auch der Tief- und Wendepunkt des Jahres im Innen. Das richtige Buch zu richtigen Zeit half mir, die Richtung zu ändern und von da an ging es wirklich aufwärts.
Ein Buch gab das andere und mit Eckhart Tolle fand ich im Mai ein entscheidendes Puzzlestück auf meiner spirituellen Suche. Er, sein Gedankengut und die meditativen Übungen, die er lehrt haben mich seit dem nicht mehr losgelassen und haben mich innerlich so viel weiter gebracht, dass es schon ein kleines Wunder ist.
Im Außen änderte sich - der Zusammenhang ist für mich klar - auch vieles parallel dazu. Ich fand zum ersten Mal in meinem 43 jährigen Leben eine Ernährungsweise, mit der ich abnahm und mich trotzdem rundum wohl und zufrieden fühlte, so dass ich nun weiß, ich kann und werde mein Leben lang so weiter essen, habe dabei mehr Energie denn je, fühle mich gesund und leistungsfähig ohne groß auf was zu verzichten... das Geheimnis ist ganz kurz zusammengefaßt: kein Weizen, kein Zucker, kein industriell verändertes Essen (Fertigprodukte), fünfmal täglich Obst oder Gemüse, viel mehr Eiweiß als Kohlehydrate (v.a. Fleisch und Fisch, gerne auch mit viel Fett, das ist kein Problem!), abends keine Kohlehydrate mehr und - das ist der Unterschied zu allem, was ich vorher ausprobiert hatte: täglich zwei Hände voll (Bio-)Nüsse, ungeröstet und ungesalzen (!) als Zwischenmahlzeit. Und das allerbeste: Sünden sind erlaubt, ja sogar wichtig, ich verzichte also nicht vollkommen auf Schokolade, Kuchen, Alkohol oder sonstige Dinge, die das Leben manchmal einfach schöner machen ;-). Ich hab vor Weihnachten auch Stollen gegessen, aber nach Weihnachten eben wieder damit aufgehört. Ich denke, diese ernährungstechnische Umkehr hat mir meine Gesundheit, vielleicht sogar mein Leben gerettet.
Schon Anfang des Jahres kam die Einladung, mich für den großen Event-Weihnachtsmarkt 1000Funkel in Dresden zu bewerben, das schien mir einfach zu verlockend, um es nicht wenigstens zu probieren und auch mein Mann redete mir zu - nach der CREATIVA war ich dann irgendwie auch guten Mutes, dass sowas machbar ist - dass ich genommen werde, glaubte ich eigentlich sowieso nicht. Als dann Ende Mai, glaube ich, die Zusage kam, war ich erstaunt und fing an, mich an den Gedanken zu gewöhnen, hin und her gerissen zwischen Abenteuerlust und - zugegeben - Angst.
Ebenfalls im Mai/Juni war es, dass ich zufällig in Internet, wo ich ab und zu nach leerstehenden Läden in Trier schaute - den idealen Laden für mich entdeckte - klein, genauso teuer, wie mein bisheriger hier bei uns im Ort, aber - im Herzen von Trier, am Rande der Fußgängerzone. Wie es manchmal so ist, es war mir sofort klar, dass es der Schritt nach vorne sein könnte, der gerade anstand... und es fügte sich alles so reibungslos, dass klar war, dass es so war. Anfang September übernahm ich dann mein kleines Atelier in der Neustraße 46 in Trier, wo ich seit dem Donnerstags und Samstags, wenn kein Markt ist und keine Schulferien, anzutreffen bin.
Zu Beginn der Sommerferien im Juni war ich mit meinen Kindern eine Woche bei meinen Eltern zu Besuch - eine Woche, die vieles noch mal komplett veränderte - in der ich mich selbst fand, die Verbindung zu meiner inneren Führung, um es einmal so unspektakulär wie möglich auszudrücken. Danach war nichts mehr, wie vorher, ich konnte plötzlich klar sehen, wo vorher Nebel und Ängste waren, ich bin seit dem innerlich frei, frei von Angst, es gibt Rückfälle, aber im Großen und Ganzen hatte ich den Zustand erreicht, den ich mir Anfang des Jahres gewünscht hatte - Glücklichsein. Im Fluss des Lebens sein und mitschwimmen, nicht dagegen, darum geht es.
Im Oktober waren wir noch mal zwei Wochen mit unserem kleinen Familienunternehmen unterwegs, eine Woche in einer Hütte in den Kärntner Bergen und eine Woche mit unserem Wohnmobil am Millstädter See. Auch dieser Urlaub war im Außen geprägt von den Veränderungen in meinem Inneren, er war magisch, ungewöhnlich, verzaubert... voller eigenartiger Zufälle - voller spiritueller Erfahrungen.
Mitte November fuhr ich dann nach Dresden - für 5 Wochen. Meinen Vater nahm ich als Aufbauhilfe mit, wir waren ein Superteam, ich bin sehr dankbar für diese gemeinsame Erfahrung mit ihm, die uns wieder ganz neu und ganz tief miteinander verbunden hat. Danke Papa!
Die fünf Wochen waren auch wieder eine ganz eigene Erfahrung, die ich um nichts in der Welt missen möchte, in der ich die tiefen Veränderungen in mir noch mal sehr intensiv gespürt habe - all das wäre vor einem Jahr für mich noch völlig undenkbar gewesen! Weder kräftemäßig noch menschlich hätte ich das machen können. Ich kam innerlich stark und gewachsen statt geschafft und schwach zurück, auch wenn es rein geschäftlich gesehen eigentlich ein Reinfall war - als Erfahrung für mich war es Gold wert, unbezahlbar!
So, der Januar ist rum, das neue Jahr ist noch irgendwie unberührt, ich sitze in den Startlöchern, aber es geht irgendwie noch nicht so richtig los... aber ich sehe das als Erholungspause, die Körper und Geist wohl doch brauchen und ich versuche, jeden Tag einen weiteren Schritt zu einem glücklichen Leben hinzu zu fügen, gehe wieder Reiten, Schwimmen, hoffentlich demnächst auch Skifahren - am Erbeskopf sind die Schneekanonen in Betrieb! Geh ins Kino, auch alleine, kontakte Freundinnen, die ich lange vernachlässigt habe. Mache Perlen, im Hinblick auf den hoffentlich bald kommenden Frühling z.Zt. v. a. Blütenräder und versuche im Übrigen jeden Augenblick so anzunehmen, wie er ist, ganz bei mir und im Jetzt zu sein - mein Wunsch für 2012 ist in den letzten Tagen ganz klar geworden, deshalb kann ich ihn jetzt auch formulieren - weiterhin glücklich sein, vielleicht noch glücklicher, aber unabhängig von den Geschehnissen im Außen, von anderen Menschen oder Ereignissen. Wahres, beständiges Glück kann nur aus dem Inneren kommen, ein besserer Name dafür ist auch "Innerer Friede".
In diesem Sinne, ein sehr friedliches Jahr 2012 wünscht
Annette
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